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In unserer Sektion bieten wir jedem interessierten Segelfreund die Möglichkeit, einen Kurs für den Bootsführerschein See und Binnen zu absolvieren. Die anschliessende Prüfung erfolgt durch die offiziellen Stellen.

Nachfolgend einige Hinweise und Tipps für alle tätigen und zukünftigen Seefahrer

Dies ist ein sehr heikles Thema ... und wird noch ausgearbeitet. Aber wozu das ganze ?
Diese Dienstanweisungen sind aus Erfahrungswerten entstanden, die ich in den Segeltörns der letzten Jahre sammeln konnte.

Dabei war eine Grunderkenntnis, daß eine gewisse Grundordnung an Bord vieles vereinfacht - und von der Crew auch außerordentlich begrüßt wird. Immerhin bewegen wir ein "Seefahrzeug" - mit allen Rechten und mit aller Verantwortung. Die Verteilung von Posten und Ämtern an Bord hat sich bewährt, da somit jeder seine feste Aufgabe und seinen Verantwortungsbereich hat und wichtige Aufgaben an Bord gleichmäßig auf die gesamte Crew verteilt werden. Sicher sind Parallelen zu den Dienstanweisungen, wie sie an Bord von Booten und Schiffen der Bundesmarine gelten, nicht zu übersehen - zehn Jahre Marineoffizierdienstzeit gingen doch nicht ganz spurlos an mir vorüber. Aber ich bin überzeugt, daß diese Regeln, die selbst die Aufrechterhaltung der sicheren Führung eines Schiffes in Krisen- und Kriegssituationen sicherstellen, ihre Anerkennung erworben haben. In den nachfolgenden Dienstanweisungen sind für alle Tätigkeitsbereiche an Bord Regeln aufgestellt, die natürlich nicht immer zu 100 % ernst genommen werden müssen - gerade was die Anforderungen den Inhaber eines Amtes angeht. Wenn diese Anforderungen alle ernst genommen werden und strikt danach gefahren werden soll, bin ich sicher in Zukunft alleine unterwegs - viel schlimmer noch - selbst ich verdiene es wahrscheinlich nicht, wegen Nachlässigkeiten oder Fehlern überhaupt zur See fahren zu dürfen. Sei es drum - wir haben nun einmal einen hohen Anspruch fühlen uns den Traditionen verpflichtet - und somit sind die Anweisungen - soweit sie ohne besondere Härte erfüllt werden können - auch bindend. Es ist in jedem Fall wichtig, daß jeder seine Dienstanweisung und seinen Verantwortungsbereich an Bord kennt - dem Skipper und Coskipper obliegt es, Grundlagen des täglichen Lebens an Bord auch zu überprüfen.

Getraenkemeister

Dienstanweisung für den Getränkemeister

Allgemeines

Trinken gehört zum Leben und Segeln heißt Leben, also was besser als den Törn mit ein paar schönen Cocktails (nicht nur) am Abend - leider nicht für den verantwortlichen Schiffsführer auf See ... Der Getränkemeister hat hier eine wichtige Stellung an Bord, da nur er wegen mangelnder Flüssigkeit angeschnauzt werden darf. Er ist für die Getränkeversorgung bei Tag und bei Nacht verantwortlich und sollte deshalb auch etwas trinkfester als der Crewdurchschnitt sein. Bei grober Fahrlässigkeit kann er abgesetzt und durch ein geeigneteres Crewmitglied ersetzt werden. Man bespreche die anzubietenden Drinks mit der Crew. Letztes Wort haben hierbei Getränkemeister und Skipper.

Aufgabengebiet

  • Törnvorbereitung
  • Der Getränkemeister plant den durchschnittlichen Getränkeverbrauch anhand von Erfahrungswerten, Törndauer und Trinkgewohnheiten der Crewmitglieder. Diese sind bei der Törnvorbesprechung unbedingt zu erfragen. Man kaufe Getränke in ausreichender Menge ein (Alkoholika nach Möglichkeit zollfrei - sofern es die Gesetze zulassen). Vorschläge siehe Einkaufszettel.

    • Alloholika:
    • immer abhängig der anzubietenden Getränke
      unerläßlich empfehlenswert möglich
      brauner Rumweißer Rumalles andere
      Veterano oder CognacTequila weiß
      Gammel DanskAquavit
      WodkaGin
      SherryTriple Sec
      Vermouth trocken und süß
      Menge proportional zur Crewstärke (= Anzahl x Trinkfestigkeit) Meist reicht bei moderaten Trinkern pro Boot und Woche je eine Flasche, bei Rum und Veterano vielleicht zwei. Es empfiehlt sich jedoch immer etwas Reserve für die Hafenbekanntschaften an Bord zu haben.

    • Alkoholfreies
    • (1 Woche, 8 Personen)

      • 1 Palette Orangensaft
      • 1 Palette Apfelsaft
      • 1 Flasche Grenadine (für Tequilla Sunrise)
      • 1 Flasche Zitronensaft
      • Kaffee
      • Tee
      • Milch


  • Seeklarmachen
  • Der Getränkemeister verstaut seine Getränke höchst persönlich unter Beachtung von:

    • Seefestigkeit
    • Zugriffssicherheit
    • Verschluß
    • Ggf. Einhaltung der Zollvorschriften


  • Seedienst
  • Der Getränkemeister steht im Seedienst als Mitglied seiner Wache für alle anfallenden Arbeiten in See zu Verfügung. Das Reichen der traditionellen Getränke wie sie in der Getränkemeisterkunde besprochen sind, darf nicht vergessen werden.

Kleine Getränkemeister-Kunde

Traditionelle Trinkgelegenheiten

Auslaufbier

Bierrunde, die nach Passieren der Hafenmolen und/oder dem Setzen der Segel ausgegeben wird. Auf keinen Fall beim oder direkt nach dem Ablegen. Meist erste Amtshandlung des Getränkemeisters, deshalb auf keinen Fall vergessen (hat schon so manchem die Stelle gekostet). Der Skipper beschwört dabei die Götter Nepzun und Rasmus und stößt auf "ruhige See, gute Winde und immer eine Hand breit Wasser unter dem Kiel" an. Neptun und Rasmus bekommen dabei die ersten zwei Schluck geopfert. Anstelle des Biers kann auch ein anderes gering alkoholisches Kaltgetränk serviert werden.

Ankerbier

Bierrunde, die nach erfolgreicher Verankerung des Schiffes am Grund auszuschenken ist.

Einlaufbier

Eine Runde Bier, die direkt nach dem Festmachen und klarschiff-machen genossen wird. Wie immer hat die Seemannschaft Priorität, also auf keinen Fall die Runde vorbereiten, wenn auf Deck noch Arbeit (z.B. Aufschießen der Leinen) zu erledigen ist. Ganz wichtig ist, daß dieses Ritual vor irgendwelchen persönlichen Aktivitäten wie "auf's Klo gehen", duschen oder sonstiges stattfinden muss, Der Skipper kann gerne die vergangene Etappe kommentieren und einige Worte zum Hafen verlieren. Gemeinsamer Trinkspruch wird bevorzugt.

Aufreißer

Feuchtfröhliche Runde, die immer dann geschmissen wird, wenn eine geschlossene Wolkendecke aufzureißen scheint.

Five-o-clock-Tea

muß nicht unbedingt Tee sein, und wenn doch dann mit etwas Rum. Grog oder kühle Getränke ("Long-Island-Iced-Tea") sind auch Usus.

Besan-Schot an

Nach jedem erfolgreichen Manöver, z.B. Mann über Bord, Reff, etc., kann natürlich auch nach jeder Wende oder Halse ausgegeben werden - wird dann jedoch spätestens beim Gegenankreuzen äußerst witzig! Der traditionsbewußte Skipper pfeift dazu ein "Besan-Schot an" mit der Bootsmanns-Maaten-Pfeife !

Sherrytime

Eleven-o-clock-Drink bei jeder anständigen Crew (11 Uhr morgens an Deck). Muß Sherry sein

Hemingway

wird um 17.00 UTC (!) serviert Diese "Tradition" wurde im Hemingway-Jahr zu seinen Ehren von der Newsgroup "de.rec.sport.segeln" geboren. Nicht vergessen, die Cocktail-Flagge unter der Saling zu setzen.

Sundowner

Zu trinken wenn die Sonne im Westen den Horizont berührt. Hierfür eignen sich besonders Tropicals und Longdrinks, aber auch Cognac, Sherry und/oder Aquavit werden gerne gereicht. Als Favorit bevorzuge ich den optisch ansprechenden und dem Moment entsprechenden Tequilla Sunrise.

Sunrise

Zu trinken wenn die Sonne im Osten aufgeht. Den an sich obligatorischen Tequila Sunrise wollen wir eher für den Sundowner verwenden, zu empfehlen wären hier Sherry oder Port, da diese den Kreislauf nach einer durchsegelten Nacht am ehesten anregen. Für hartgesottene natürlich eine Runde Gammel Dansk. Nach durchzechter Nacht gibt es für den Rudergänger nur eins: den Bullshot mit den Resten der letzten Suppe/Brühe.

Absacker

Das letzte Getränk nach einem ausgiebigen Hafenkneipenbummel, das natürlich im Cockpit eingenommen wird. Gerne wird hier ein landesübliches Getränk gereicht; z.B.

  • Deutschland - Köhm
  • Dänemark - Gammeldansk
  • Frankreich - Rosé oder Ricard
  • Griechenland - Uozo

Drinks für Segler

Bei der Auswahl der anzubietenden Drinks ist unbedingt Wert auf die Seetauglichkeit zu legen;

  • Wenig Zutaten
  • Einfach zu bekommende und zu lagernde Zutaten
  • Leicht zuzubereiten
  • Pantry geeignet
  • Dem Segelfeeling von Nord- und Südsee angepaßt
  • Die Rezepte können zur Bordtauglichkeit leicht vereinfacht sein und minimal vom Original abweichen, der Charakter des Getränkes muß jedoch in jedem Fall erhalten bleiben